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Wie lässt sich interdisziplinäre Lehre in das Studium integrieren (Form, Inhalt, etc.)?

Moderation und Zusammenfassung der Ergebnisse:
Jun.-Prof. Dr. Sabine Meier und Dr. Steffen Büchner

 

Die als erstes aufgeworfene Frage, die gleichzeitig die Grundlage für die weitere Diskussion sein sollte, ist die nach der Definition des Begriffes Interdisziplinär. Ist Lehre interdisziplinär wenn sich zwei Fächer recht allgemein gegenseitig belehren oder muss neben diesem Fakt auch ein gegenseitiger Bezug und eine daraus resultierende Erkenntnis entstehen? Die Teilnehmer/innen des Worldcafés stimmten letzterem eher zu, ergründeten innerhalb dieses Teils aber auch die Frage, welche Niveaustufen von Interdisziplinarität es gibt. Diese Erkenntnis scheint dem Moderatorenteam maßgeblich für die Beurteilung zur Nützlichkeit von Interdisziplinarität im Studium zu sein. Während ein hohes Niveau in diesem Zusammenhang eher im späteren Studienabschnitten sinnvoll sein kann, sollte am Anfang nicht zu interdisziplinär gelehrt werden, da eine interdisziplinäre Denkkultur eben immer vor dem (Wissens-) Hintergrund einer bereits verfestigten Disziplin stehen sollte.

Die Teilnehmer diskutierten des Weiteren, ob sich Form und Inhalt in einem interdisziplinären Lehrsetting als Alternativen oder als gegenseitig unabdingbar gegenüberstehen. Unter diesem Gesichtspunkt wurde auf der didaktischen Ebene berichtet, dass insbesondere praktische Veranstaltungen mit fachgemischten Teams eine hohe Kompetenzvermittlung aufweisen. Dies, so die Teilnehmer/innen, mag daran liegen, dass hier durch jede/n Teilnehmer/in Wissen aufgenommen und auch vermittelt werden muss. Nicht zwangsläufig ist dies nur in einer curricularen Lehrform denkbar, sondern auch mit Teilnehmern/innen aus Industrie, Verwaltung und anderen öffentlichen Einrichtungen wie Museen. Als Zusammenfassung in Richtung der initialen Fragestellung scheint also wichtig zu sein, dass interdisziplinäre Lehre einen Gegenstandsbereich adressiert, auf den verschiedene Disziplinen unterschiedliche Blickwinkel eröffnen, die in ihrer Gänze sinnstiftend für das Verständnis des gesamten Gegenstandsbereiches sind. Inhalt und Form der Veranstaltung ergänzen sich im optimalen Fall und berücksichtigen auch die Verortung im Studium.

 

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