..
Suche
Hinweise zum Einsatz der Google Suche
Personensuchezur unisono Personensuche
Veranstaltungssuchezur unisono Veranstaltungssuche
Katalog plus

Was versteht man unter lnterdisziplinarität in der Lehre?

Moderation und Zusammenfassung der Ergebnisse:
PD Dr. Jürgen Nielsen-Sikora und Oliver Stickel 

 

• Insbesondere für den Universitätskontext: Einheit von Forschung und Lehre

• "Alles ist interdisziplinär": Anwendung von Erlerntem in der Praxis findet selten vollständig disziplinär statt

• Lehrende verschiedener Hintergründe und mit verschiedenen Perspektiven - insbesondere auch Praktiker (s.o.) sollten ergänzend zu und gemeinsam mit Fachexperten eine Rolle in der interdisziplinären Lehre spielen

• "Bausteine und Mörtel": (Disziplinäres) Fachwissen und die (interdisziplinären) Fähigkeiten, dieses mit anderen Fächern in enge Verbindung zu bringen, allgemeine Problemlösekompetenz und geistige Flexibilität. Bedarf nach diesen Fähigkeiten wird intensiviert durch immer höhere Verfügbarkeit von Wissen und Daten.

• "Hearts and Minds": In Interdisziplinärer Lehre können auch individuelle Interessen, Kultur, Praktiken u.Ä. angemessene Berücksichtigung finden

• Interdisziplinäre Lehre lässt sich (auch) als Methodik betrachten

• Individuelle "Werkzeugkiste" und die Fähigkeit zur Einnahme unterschiedlicher Perspektiven aus unterschiedlichen Disziplinen als Ziel von Interdisziplinärer Lehre

• Interdisziplinarität ist nicht (ausschließlich) das reine Hören / Belegen fachfremder Veranstaltungen ohne Verknüpfung zum eigenen Fachgebiet wie z.B. in einem "reinen" Studium Generale. Termini wie z.B. Trans-/Multidisziplinarität werden in der Literatur teilweise (inkonsistent) verwendet, um solche "Stufen" von Interdisziplinarität abzugrenzen.

• Interdisziplinarität in der Lehre ist Teil der Entstehung neuer Disziplinen auf Basis bestehender und des (regionalen) Kontextes. Gerade an kleinen Universitäten / in kleinen Studiengängen mit hoher Agilität ist es möglich, dies als Stärke und Chance zu nutzen.

• "Bulimie-Lernen" (intensives Auswendiglernen und "Erbrechen" des Erlernten im Rahmen einer üblicherweise schriftlichen Prüfungsleistung) ist keine passende Lernform für interdisziplinäre Bildung. Projekte und Kompetenzorientierung sowie entsprechende Prüfungsformen sind hier zu bevorzugen.

• Im Rahmen der "dritten Mission" der Hochschulen und ihrer Betrachtung als "dritter Ort" ergibt sich Interdisziplinarität (auch) in der Lehre zwangsläufig

• Gemeinsame Sprache / Vokabular sind im Kontext Interdisziplinärer Lehre von besonderer Wichtigkeit (mittelbar auch Denkmuster, mentale Modelle, etc.) 

• Rolle der Lehrenden eher als Moderator, Tutor, Mentor, ggf. Übersetzer (s. gemeinsame Sprache/Vokabular). Die Vermittlungsnotwendigkeiten zwischen Fachdisziplinen sollten nicht unterschätzt werden

• Erhöhte Aufwände, Reibungen und größere Transferleistungen entstehen durch Interdisziplinäre Lehre bei Studierenden und bei Lehrenden

• Zu überlegen ist, welche Disziplinen sinnvoll miteinander kooperieren können

• Interdisziplinarität ist stets ein „Aggregatzustand“, denn sie verwandelt eine Disziplin unaufhörlich

• Ohne Neugier auf andere Perspektiven ist Interdisziplinarität nicht denkbar

• Für interdisziplinäre Lehre müssen neue Freiräume jenseits der Modularisierung geschaffen werden

 

ZURÜCK